Als es das Internet noch nicht gab, mussten Männlein und Weiblein sich erst einmal kennenlernen, bevor man sich gegenseitig an die Wäsche ging. Ein kurzes „Ficken?“ und ein Foto seines Penis auf Verdacht an 30 potentielle Matches auf einer Sex-Dating-Plattform zu verschicken, reichte da nicht aus. Nun gibt es freilich große Unterschiede zwischen einem geplanten One-Night-Stand und einer ernsthaften Partnerschaft. Bei Ersterem zum Beispiel sehen die Leute in echt immer sehr viel beschissener aus als auf ihren Fotos. Bei Letzterem ist es genau umgekehrt. Und auch das Balzverhalten ist ein ganz anderes, wenn man mehr als ein paar Stunden Zeit hat, bevor die Ehefrau nach Hause kommt.

Es ist die ewige Gretchenfrage: Wie lange soll man warten, bis man mit dem designierten neuen Partner in die Kiste steigt? Film und Fernsehen haben uns gelehrt, dass es sich nach dem dritten Date entscheidet. Aber halten wir uns auch in Wirklichkeit an dieses ungeschriebene Gesetz? Eine großangelegte Studie der Online Gesundheitsplattform „DrEd.com“ ist dieser Frage nachgegangen und wollte von 1.000 Europäern und 1.000 Amerikanern wissen, wie lange Frau und Mann durchschnittlich warten, bis sie zum ersten Mal miteinander Sex haben.

Das Ergebnis der Umfrage lautet wie folgt:

  • 45 Prozent warten eine Woche bis einen Monat, bis sie das erste Mal Sex haben
  • 18 Prozent halten es weniger als eine Woche aus
  • 6 Prozent haben sich mehr als 6 Monate Zeit gelassen

Und hat man sich dann für sexuell kompatibel erklärt, gibt es bei frisch zusammengekommenen Pärchen erst einmal kein Halten mehr. Von diesen gaben nämlich relativ viele zu Protokoll, mehrmals am Tag Sex zu haben. Bei den Langzeitpaaren dagegen schrumpfte dieser Anteil auf null.

Kein Wunder also, dass sich Frauen, die erst frisch mit einem neuen Partner zusammen waren, als die Zufriedensten herausstellten. Immerhin gaben davon ganze 74 Prozent an, ihr Sexualleben sei perfekt. Die meisten Männer hingegen sind in Sachen Zufriedenheit erst nach sechs bis zwölf Monaten warm gelaufen.

Überraschend ist zudem, dass sich ausgerechnet die angeblich doch so prüden Amerikaner in Sachen Sexspielzeug als das experimentierfreudigere Völkchen erwiesen haben. 31 Prozent von ihnen warten lediglich ein oder zwei Monate, bis sie Sextoys ins Liebesspiel einbeziehen. 25 Prozent der Europäer fangen damit nach dem dritten oder sogar fünften Monat an. 22 Prozent verzichten sogar gänzlich auf Sexspielzeug. Bei den Amerikanern sind es nur 11 Prozent.

Quelle: frauenzimmer.de