Gut drei Viertel der Bevölkerung leidet unter Parodontitis. Wie taiwanesische Forscher nun herausfanden, ist diese chronische Entzündung des Zahnhalteapparates speziell für Männer gefährlicher als bisher angenommen. Denn Parodontitis wirkt sich negativ auf die Potenz aus.

Diabetes, Gefäßverkalkungen, Herzinfarkt … die Liste der durch mangelnde Mundhygiene begünstigten Gefahrenherde ist lang. Und nun kommen auch noch Erektionsstörungen hinzu. Das ergab die Untersuchung der Taipei Medical University an rund 5.000 Männern aus verschiedenen Altersgruppen mit erektiler Dysfunktion. Gut 80 Prozent der Probanden litten nämlich zugleich auch an einer bakteriellen Entzündung im Mundraum.

Offenbar schädigt Paradontits, bei der Keime über die Entzündungsherde im Zahnfleisch in die Blutbahn gelangen können, die sogenannten Endothelzellen, dank derer sich unsere Gefäße füllen. Auch jene im Schwellkörper des männlichen Gliedes. Und sind diese Kollegen nicht mehr ganz auf der Höhe, erschwert das in der Folge den Blutfluss in den Penis oder verhindert diesen im schlimmsten Fall sogar.

Wer also Parodontitis vorbeugt, kann sich vor Potenzproblemen schützen. Stellt sich eigentlich nur die Frage, was schlimmer ist: ein Besuch beim Zahnarzt oder Erektionsstörungen?