Der Blowjob ist als prominenteste Sexpraktik überhaupt in aller Munde während der Cunnilingus, also die orale Befriedigung der Frau, eher ein Nischendasein frönt. Oder habt ihr schon mal Frauen in einer Kneipe schwärmen gehört: „Boa, der Knabe leckt, wie ein Windhund nach dem Rennen Wasser säuft.“? Wohl eher nicht.

Schade eigentlich. Denn Fakt ist, dass beide Sexualpartner von der Stimulation des weiblichen Intimbereiches mit dem Mund profitieren. Auch in gesundheitlicher Hinsicht. Das beweist eine Studie des Kinsey-Instituts an der University of Indiana. Im Zuge dieser teilte man 150 heterosexuelle und lesbische Paare in zwei Gruppen auf. Während die eine Hälfte angewiesen wurde, den Schwerpunkt ihres Sexuallebens auf Oralsex zu verlegen, sollte die andere Hälfte ihre Zunge im Zaum halten und fungierte als Kontrollgruppe.

Am Ende zeigte sich, dass die Oralsex-Paare eine signifikant höhere Schlafqualität zu verzeichnen hatten. Des Weiteren steigerte sich die Ausschüttung des Heldenhormons Oxytocin, welches bekanntermaßen den Stresslevel senkt und einen vorbeugenden Effekt in Sachen Herbstkrankheiten und sogar Krebs ausübt. Hinzu kam ein gesteigertes Intimitätsniveau zwischen den Partnern auch außerhalb des Bettes im Alltag.

Und das Beste: All die genannten positiven Wirkungen stellten sich ebenso bei den Männern ein wie bei den Frauen. Und da man bei alledem natürlich nicht vergessen darf, dass eine dergestalt entspannte Partnerin sich üblicherweise als recht dankbar erweist, sollte man die paar Kieferschmerzen zugunsten einer in jeder Hinsicht gesunden Beziehung billigend in Kauf nehmen.

Also Jungs, ran an den Speck. Es ist nur zu eurem Besten!