Ihr kennt doch bestimmt das englische Sprichwort: „Hasst die Botschaft, nicht den, der sie überbringt.“ Hier also kurz und schmerzlos: Die dauernd verfügbare Online-Pornografie macht junge Kerle impotent. Sagen britische Ärzte, nicht wir von MANN.TV. So, damit wäre das raus.

Durch die konstante Bombardierung mit Reizen durch erotische Filmchen, die man sich im Netz jeden Tag, rund um die Uhr und durch Smartphones und Tabletts auch überall reinziehen kann, geht laut einem Bericht der britischen Daily Mail die Libido flöten. Eine Studie stellte bereits 2014 fest, dass jeder vierte Mann, der unter Erektionsstörungen leidet, jünger als 40 Jahre ist. Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang zwischen der suchterzeugenden Wirkung der Pornografie und der fehlenden Libido erkannt haben.

Eine unserer ersten Fragen richtet sich immer nach dem Pornografiekonsum und Masturbationsverhalten, denn daran kann es liegen, wenn es im Bett mit der Partnerin oder dem Partner nicht mehr klappt“, so die Sexualtherapeutin Angela Gregory des Universitätskrankenhauses von Nottingham in einem Interview mit der BBC.

Was ich festgestellt habe im Laufe der letzten 16 Jahre, besonders in den letzten fünf, ist ein Anstieg dieser Probleme bei jungen Männern. Früher kamen in unsere Klinik hauptsächlich ältere Männer, die wegen Diabetes oder Herzproblemen Erektionsstörungen hatten. Aber diese jungen Männer sind organisch gesund“, erläutert die Sexualtherapeutin.

Die Wurzel allen Übels: Pornos

Das Thema ist mittlerweile so verbreitet, dass darüber sogar schon Dokumentationen berichten. Nicht nur die Experten, sondern auch die Patienten selbst sehen in ihrem Pornografie-Konsum die Wurzel der Probleme. Forscher führten diesbezüglich Umfragen durch, bei denen einige der Probanden anonym Stellung zu dem Thema bezogen.

Zu meinen Höchstzeiten habe ich rund zwei Stunden Pornos pro Tag geschaut“, berichtet etwa einer der Betroffenen, der bereits im Alter von 15 Jahren damit begann, sich Pornos im Internet anzuschauen: „Was ich schaute, wurde auch immer extremer. Als ich dann neben einem wirklich attraktiven Mädchen lag, ging nichts mehr, ich wurde nicht mehr geil.“ Der Patient konnte geheilt werden – er wurde von seinen Ärzten zu 100 Tagen Porno-Abstinenz verdonnert, wodurch seine „Libido mit voller Wucht“ zurückkehrte und er wieder „großartigen Sex“ erleben konnte.

Achtet also ein bisschen darauf, was ihr euch so anguckt - und wie viel, Männer. Wir meinen es nur gut.

Quelle: mopo.de