Da rackert man sich Tag für Tag ab, peitscht seinen wehrlosen Körper mit eisernem Willen gnadenlos voran, um gut auszusehen, und nun das: Laut einer US-Studie mit 60.000 Teilnehmern ist Hüftgold auf dem sexuellen Aktienmarkt so viel wert, dass man es besser nicht abstoßen sollte. Oder etwas weniger verkopft formuliert: Übergewichtige haben mehr Sex!

Doch von vorne: Man schnappte sich wie gesagt einen ganzen Haufen Heterosexueller mit durchschnittlich 37 Jahren Lebenserfahrung und befragte diese, wie viele Sexualpartner sie seit ihrer Pubertät bereits gehabt haben. Dabei zeigte sich, dass es zwischen Männlein und Weiblein keine großen Unterschiede gibt. Hüben wir drüben blickt man mit Ende dreißig auf durchschnittlich acht Geschlechtspartner zurück.

Dann wurden die Probanden auf die Waage gestellt und siehe da: Übergewicht stellt bei der Partnersuche offenbar keinen Nachteil dar. Ganz im Gegenteil! Wer ein paar mehr Pfund auf den Rippen mit sich herumträgt, kann sich laut der Studie auf mehr sexuelle Erfahrungen freuen, als seine weniger schweren Geschlechtsgenossen.

Tatsächlich gehen dickere Menschen auch entsprechend häufiger fremd! Allerdings sinken die Chancen auf ein Betthupferln wenig überraschend mit zunehmender Fettleibigkeit rapide ab. Gleiches bei den Damen. Üppige und gut ausgestattete Frauen mit einem BMI von 30 lassen es mit acht bis zehn Partnern ordentlich krachen, während untergewichtige Modelmaße diesbezüglich das Nachsehen haben.

Dazu gibt es nun zwei Thesen:

  • 1. Untergewichtige Frauen haben ein Problem mit ihrem Körpergefühl und geben sich entsprechend weniger freizügig.
  • 2. Sehr schlanke Frauen haben es leichter, schnell den richtigen Lebenspartner zu finden und müssen von daher nicht so lange zwischen den Laken suchen.

Was davon nun stimmt, wenn überhaupt, ließ sich jedoch nicht abschließend klären.

Unsere Meinung:Wer um seine kleinen oder auch großen Macken weiß, der gesteht diese auch anderen ein. Entsprechend weniger auf Perfektion bedacht, können solche Menschen aus den Vollen schöpfen, da es schlicht mehr Menschen auf der Welt gibt, die äußerlich eben nicht perfekt sind, was auch immer man darunter verstehen mag. Wer sich selber für äußerst attraktiv hält, der glaubt landläufig, dass dies auch für seinen Partner gelten muss. Und das schränkt die Sache nun einmal ganz gewaltig ein. Selber Schuld!