Sex klingt in der Theorie oft viel besser, als er sich in der Praxis dann gestaltet. Das fängt schon mit dem Aufwand an, der dahinter steckt. Denn es ist eine Sache, auf etwas Appetit zu haben, und eine ganz andere, es zu kochen! Die Wohnung sauber machen, das Bett neu beziehen, sich selber waschen … und dann muss man ja auch noch jemanden finden, der mitmacht. Paare haben letzteres Problem freilich nicht. Dafür hat man in einer Beziehung dann aber wieder mit ganz anderen Dingen zu kämpfen.

Wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact zeigt, fühlen sich 28 Prozent der Menschen, die in einer Beziehung leben, häufig viel zu müde, um an Sex auch nur zu denken. Mit 35 Prozent trifft es dabei mehr Frauen als Männer, von denen lediglich 22 Prozent Opfer ihrer Erschöpfung werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Kinder, Job, Haushalt oder auch alles zusammen. Natürlich kehren auch Singles ermattet nach Hause zurück, doch ohne eine Sex-Flatrate, die der Abschluss eines Paar-Vertrages üblicherweise mit sich bringt, kommt einem gelegentlichen Stelldichein naturgemäß eine ganz andere Bedeutung zu.  

Langjährige Paare müssen sich jedoch nicht sorgen, dass ihre Beziehung wortwörtlich einschläft. Denn wie die Umfrage ebenfalls gezeigt hat, liegt die Ursache der Unlust nicht in der Beziehungsdauer begründet. Im Zuge dieser gaben nämlich genauso viele Paare, die weniger als fünf Jahre zusammen sind, zu Protokoll, häufig zu ermattet zu sein, wie Paare, die seit mehr als 20 Jahren Seite an Seite liegen.

Quelle: augsburger-allgemeine.de