Geht mal in euch, und stellt die unangenehme Frage, ob der auch von uns oft scherzhaft verharmloste Konsum von Online-Pornos nicht schon bedenkliche Ausmaße angenommen hat. Denn einer Studie aus Cambridge zufolge fördert der kleine K(l)ick für zwischendurch die Sucht nach Sex.

Logisch irgendwie, wenn man bedenkt, wie gigantisch das Angebot ist. Wer alles gesehen haben will, der ist ein bisschen länger unterwegs. Zudem neigen Menschen, die der Sexsucht bereits anheimgefallen sind dazu, nach immer neuen pornographischen Eindrücken zu suchen.

„Der schier endlose Vorrat neuer sexueller Bilder, die online verfügbar sind, füttert ihre Sucht und macht es immer schwerer, zu entkommen“, erklärt die Psychologin Valerie Voon.

Normaler Sex wird langweilig
Bereits Bekanntes werde schnell langweilig, ein Gewöhnungseffekt, der auch aus anderen Bereichen der Abhängigkeit wohlbekannt ist. Man denke bloß an Schmerztabletten, bei denen eine alleine schnell nichts mehr bringt. Im übertragenen Sinne führt dies dazu, dass vermeintlich harmlose Reize immer wieder zur Suche nach neuem Stoff motivieren. Das fängt schon mit dem alltäglichen Starten des Browsers an.

„Das kann eine Reaktionskette auslösen – und ehe er sich versieht, surft der Süchtige durch Pornobilder.“ Und das Netz ist groß! Ein schier unerschöpflicher Futtertrog für das auf Belohnungsempfinden durch sexuelle Stimulation konditionierte Gehirn.

Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal gelangweilt einen Clip wegklickt, der euch in der Woche zuvor noch angetörnt hat. Denn womöglich bedeutet das, dass ihr bereits in einer Spirale der Sexsucht gefangen seid.