Herrschaften, alle sofort ab ins Bett! Liebe machen! Nicht nur, weil die Welt dort draußen böse, trist und voller Hass ist, sondern vor allem, weil es nachweislich gesund ist. Oder wollt ihr das Risiko eingehen, an Prostatakrebs zu erkranken? Sicher nicht! Erst Recht nicht, wenn man die Gefahr auf die beste aller denkbaren Arten senken kann!

Bei allem Spaß muss festgehalten werden, dass der besonders tückische Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei deutschen Männern darstellt. In den meisten Fällen wird die Erkrankung zunächst nicht bemerkt und betroffene Männer gehen erst zum Arzt, wenn Symptome wie ein schwacher Harnstrahl und roter Urin auftreten. Zwar kann Beides auch in Folge einer altersbedingt vergrößerten Prostata auftreten, doch die Diagnose „Prostatakrebs“ wird leider noch viel zu häufig gestellt. Immerhin erkranken laut Robert-Koch-Institut (RKI) jährlich weit über 60.000 Männer.

Wie genau es zu einem Prostatakarzinom kommt, wie es entsteht und was es begünstigt, wissen Ärzte bis heute nicht mit Gewissheit. Der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) zufolge gibt es jedoch Hinweise, dass das Risiko höher ist, wenn auch Familienmitglieder bereits an Krebs erkrankt sind. Soweit die schlechten Nachrichten.

Nun zu den guten Nachrichten

Forscher der Universität Harvard veröffentlichten kürzlich Studienergebnisse, aus denen hervorgeht, dass ein Zusammenhang zwischen niedrigem Krebsrisiko und häufigem Ejakulieren besteht.

Bei der Untersuchung der Sexgewohnheiten von rund 32.000 Männern stand die Häufigkeit der Samenergüsse im Vordergrund. Und wie sich zeigte, wiesen die Befragten mit mehr als 21 Samenergüssen im Monat ein signifikant verringertes Prostatakrebs-Risiko auf. Wie es zur Ejakulation kam, spielte dabei übrigens keine Rolle. Soll heißen: Auch Selbstbefriedigung zeigt Wirkung.

Natürlich muss man noch eine Vielzahl anderer Aspekte bedenken, so dass ein tägliches Hissen der Flagge nicht automatisch bedeuten muss, dem Krebs ein Schnippchen geschlagen zu haben. Allerdings soll die Studie, basierend auf diesen ersten Erkenntnissen noch zehn Jahre laufen, um die Forschungsergebnisse zu festigen.

Eines Tages könnte es also heißen: A Porn a day, keeps the doctor away! Wir freuen uns schon jetzt darauf.

Quelle: augsburger-allgemeine.de