In England, dem eigentlich als prüde Insel bekannten EU-Staat, hat sich in den letzten zwanzig Jahren eine richtige Beziehungsrevolution vollzogen. Homosexuelle Menschen leben mehr denn je ihre Beziehung offen aus und scheuen nicht vor bösartigen Kommentaren zurück. Besonders die Beziehungen zwischen lesbischen Frauen haben in den letzten Jahren immens zugenommen.

Im Vergleich zu 1990/1991 (1,8 Prozent) leben mittlerweile acht Prozent der lesbischen Frauen in einer Beziehung. Diese haben laut einer neuen Studie zwar weniger Sex, dafür aber längere Beziehungen und Geschlechtsverkehr bis ins hohe Alter. Bei den Männern ist zwar auch eine Steigerung der gleichgeschlechtlichen Beziehungen zu vermerken, jedoch ist der prozentuale Wert nur marginal angestiegen. So lag dieser im Jahr 1990/1991 bei 3,6 Prozent, heutzutage bei 4,8 Prozent.

In Sachen „Liebe machen“ hat sich ebenfalls einiges geändert. So gaben 42 Prozent der Frauen im Alter von 65 und 74 Jahren an, mindestens mit einer anderen Person geschlafen zu haben. Bei Männern liegt dieser Wert bei circa 60 Prozent. Zudem wurde die Frage gestellt, wie alt die Männer und Frauen beim „Ersten Mal“ gewesen sind. Über ein Drittel gab dabei an, jünger als das gesetzlich vorgeschriebene Alter von 16 Jahren gewesen zu sein.