Wissenschaftler von vier britischen Unis befragten im Rahmen einer Untersuchung fast 5000 Männer und 6700 Frauen. Das Thema: Wann hakt es im Bett – und warum? Dabei kristallisierte sich im Bezug auf Sex-Probleme ein gemeinsamer Tenor heraus, Lustlosigkeit, die sowohl Männer als auch Frauen plagt. Doch welche Faktoren sind es genau, die die Damen abtörnen?

Einer der Aspekte für steigende Lustlosigkeit ist natürlich das zunehmende Alter, das Nachlassen des sexuellen Appetits ereilt uns Männer dabei deutlich früher als das schöne Geschlecht: Wir erklimmen den Gipfel der Unlust bereits zwischen 35 und 44, die Damenwelt erst zwischen 55 und 64 Jahren. Die Gründe dafür sind jedoch bei beiden Geschlechtern die gleichen: Erkrankungen, körperlich wie psychisch, wachsender Druck und Stress, sowie Beziehungsschwierigkeiten. Dabei ist der Beziehungszustand für Frauen wichtiger als für uns.

Wohnung und Kinder = Bettflaute?

Ein interessanter Faktor, den wohl niemand auf dem Schirm hatte, wird durch die Studie offenbar: Eine gemeinsame Wohnung sorgt bei Frauen bizarrerweise für Unlust. Frauen, die mit ihren Partnern zusammen leben, haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, keine Lust mehr auf Sex zu haben – ganz im Gegensatz zu ihren männlichen Partnern. Bei Singles oder Partnern, die sich (noch) keine Wohnung teilen, fiel das Ergebnis in Sachen Lust deutlich positiver aus. Warum das so ist, bleibt die Untersuchung schuldig.

Ebenfalls ein Abturner – und zwar nur für die Frauen: kleine Kinder. In der Studie heißt es dazu: „Dies könnte an der Müdigkeit liegen, die mit der größeren Umsorgung einhergeht, der Tatsache, dass täglicher Stress eher auf die weibliche Lust drückt oder einer Verlagerung der Aufmerksamkeit, wenn Kinder großgezogen werden.“ Dies muss selbstverständlich nicht sämtliche Paare betreffen, die Kinder haben oder zusammenleben, – zumal die Untersuchung in Großbritannien durchgeführt wurde. Dennoch regen die Ergebnisse zum Nachdenken an.

Quelle: welt.de