Herrscht in Deutschland noch immer ein Gefälle zwischen Ost und West? Darüber darf man durchaus geteilter Meinung sein. Der Playboy jedenfalls wollte der Frage nachgehen, ob zumindest in deutschen Betten ein solches Gefälle herrscht – und kam bei einer Studie mit 1000 Teilnehmern beiderlei Geschlechts zu gewissen Einsichten.

So landen im Schnitt 29,5 % aller Westdeutschen täglich oder zumindest mehrmals pro Woche im Bett, im Osten sind es hingegen nur 23,1 %. Jeder zehnte Westdeutsche (10,3 %) gab an, mit 20 oder mehr Partnern intim gewesen zu sein – bei den Ostdeutschen trifft das nur auf 5,8 % zu.

Auch was Rollenspiele und kuriosere Sexpraktiken angeht, hat der Westen die Nase – oder was auch immer – vorn: So sind im Westen über 27 % der Deutschen schon einmal im Bett in eine andere Rolle geschlüpft, während sich im Osten nur 19,5 % der Chance hingaben, als jemand anderes durch die Laken zu turnen.

Gibt es einen Grund für dieses Gefälle? Die Kollegen vom Berliner Kurier hakten beim Beziehungsexperten Eric Hegmann nach. Der wusste Folgendes zu berichten: „Die großen Metropolen sind in Westdeutschland. Dorthin ziehen junge, kontaktsuchende Menschen – in der Regel Singles – zur Ausbildung und für erste Jobs. Da heutzutage erst Anfang bis Mitte 30 Familienplanung angesagt ist, ist somit viel Zeit, um sich, Partner und Beziehungsmodelle auszuprobieren.“  

Es ist also lediglich schlicht weniger los im Osten – an Land und Leuten liegt es definitiv nicht.