Treue MANN.TV-Leser wissen, dass wir seit Bestehen unsres illustren kleinen Magazins eine Studie zum Thema Sex nach der anderen aus dem weiten Ozean des Internets fischen und euch möglichst frisch servieren. Und das machen wir auch wirklich gerne, denn generell sind sich im Kern alle Wissenschaftler darin einig, dass Sex gesund ist. Das dachten wir bisher zumindest! Denn leider haben wir heute diesbezüglich ausnahmsweise schlechte Nachrichten für euch. Und auch die wollen überbracht werden. Verdammtes journalistisches Credo …

Na gut, versuchen wir es wenigstens kurz zu machen: Wie die Wissenschaftler vom Cancer Council New South Wales in Australien bei ihren Untersuchungen feststellen mussten, erhöht ein aktives Liebesleben bei Männern die Gefahr, an Prostatakrebs zu erkranken. Je höher die Anzahl an Sexualpartnerinnen, desto größer das Risiko. Bereits ab sieben verschiedenen Partnerinnen verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu Männern, die bloß mit drei unterschiedlichen Frauen in der Kiste waren. Und nein, nicht pro Jahr oder Monat, sondern auf die Lebenszeit gerechnet, wohlgemerkt!

Keine zuverlässigen Empfehlungen

Logisch, dass es von daher auch eine Rolle spielt, wann man loslegt. Die Autorin der Studie, Visalini Nair-Shalliker, erklärt: „Umso mehr Partnerinnen sie hatten, umso jünger sie bei ihrem ersten Mal waren und umso mehr Orgasmen sie hatten, desto höher war ihr Risiko für Prostatakrebs.“

Die Mediziner können über die Ursachen nur mutmaßen, führen das erhöhte Risiko aber unter anderem darauf zurück, dass das männliche Sexualhormon stark mit der Initiierung von Prostatakrebs verbunden sei. Neben den bereits bekannten Risikofaktoren wie Übergewicht und Fettleibigkeit, ein entsprechend erkrankter Vater in der Familie, eine frühere Diagnose einer Prostataentzündung oder gutartigen Vergrößerung der Prostata nun also auch noch das.

Zwar raten die Ärzte allen Männern über 50 dringend mal mit ihrem Arzt über das Thema zu reden, betonen aber auch, dass das Problem sehr vielschichtig sei, weshalb zum jetzigen Zeitpunkt noch keine zuverlässigen Empfehlungen bezüglich der sexuellen Aktivität gemacht werden können. Dazu seien zunächst weitere Forschungen nötig.

Quelle: heilpraxisnet.de