Wenig beschäftigt Männer beim Thema Sex so sehr wie die Ausdauerfrage: Während die Frauen gerade erst das Gefühl hat, dass die Nummer richtig angefangen hat, gibt es Zeitgenossen, die bereits verschwitzt neben ihnen aufs Laken rollen. Fertig. Wieder andere halten scheinbar ewig durch – und die Partnerin feiert mehrere Orgasmen. Doch woran liegt es, dass Männer und Frauen unterschiedlich oft Orgasmen haben? Und was ist das rettende Geheimnis für Männer, die nicht lange können?

Die Orgasmus-Häufigkeit hängt mit der körperlichen Reizbarkeit zusammen: Frauen können leichter multiple Höhepunkte erleben, da ihr Körper nach einem Orgasmus nur einen minimalen Zeitraum der Unreizbarkeit aufweist. Bei Männern fällt diese Unterbrechung jedoch weitaus länger aus und kann auch ein paar Stunden anhalten. Während dieses Zeitraums sind sie so schwer zu stimulieren, dass eine weitere Erektion außer Frage steht – von einem Orgasmus mal ganz abgesehen. Doch laut Stu Nugent, einem Sex-Experten des Sextoy-Unternehmens „LELO“, gibt es auch für Männer einen Weg, diese „Unerregbarkeit“ gar nicht erst zuzulassen:

Der Schlüssel heißt Atmung

Mit der richtigen Atmung des Mannes, stehe einem Sex-Marathon nichts im Wege. Das Rezept für die endlose Glückseligkeit laute Tantra-Sex: „[Dieser] basiert auf langem, intensiven Körperkontakt, was jedoch nicht zwingend die gängigen Sexualpraktiken impliziert“, so Nugent. Für den schwedischen Tantra-Experten geht es dabei mehr um eine chemische Verbindung zwischen dem weiblichen und dem männlichen Körper durch die Berührung von Penis und Vagina. Diese führe zu einer „Ekstase, […] die den ganzen Organismus betrifft“, nicht vergleichbar mit einem herkömmlichen Orgasmus.

Doch auch ohne Tantra-Kurse sei ein Erlebnis, das einem solchen Zustand nahekommt, durch Atmung machbar: Zum Herauszögern der Ejakulation sei es beispielsweise hilfreich, nicht schnell und stoßhaft stöhnend zu atmen, sondern besonders tief und bewusst. Auch Männer könnten Nugent zufolge auf diese Weise einen „trockenen Orgasmus“ genießen: „Das Gefühl zu kommen ist da, doch weil es keine Ejakulation gibt, bleibt auch die Regenerationsphase aus und Männer können einfach weitermachen, die Erektion bleibt bestehen“.

Quelle: tag24.de