Wer nach dem Lesen der Überschrift dachte „Yes, ich darf günstiger in den Puff!“, der setzt sich bitte wieder hin. Es geht nämlich nicht um Bordellbesuche, sondern um Bußgelder, die Arbeitslose und Arbeitnehmer beim Sex im Freien zahlen müssen.

Die Bundesagentur für Arbeit übte nun Kritik an Berlins Bußgeldkatalog. Demnach hält sie es für inakzeptabel, dass Hartz-IV-Empfänger für Sex in öffentlichen Parkanlagen nicht die vollen 150 Euro, sondern nur 34 Euro Strafe zahlen müssen. „Das setzt falsche Anreize und spaltet die Gesellschaft“, meint eine Sprecherin der Agentur.

Laut einer Statistik mussten im vergangenen Jahr rund 234 Berliner eine Strafe wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ zahlen. Dies ist jedoch nur die Anzahl derjenigen, die letztendlich auch erwischt wurden. Grundsätzlich ist Sex im Freien jedoch nicht verboten – jedenfalls solange sich niemand belästigt fühlt und die Polizei einschaltet.

Londons Bürgermeister Boris Johnson hielt den Bußgeldkatalog für Sex im Freien übrigens sehr amüsant. Besonders lustig fand er, dass Unterschiede zwischen Erwerbstätigen und Arbeitslosen gemacht werden.

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