Es ist ein ernstes Thema für Betroffene: Einen Mikropenis zu haben. Männer, die diese Diagnose erhalten, dürften in der Regel massiv darunter leiden, herrschen bei diesem Thema doch hohe Erwartungen vor. Seit früher Kindheit sieht man sich als Mann schließlich einem Vergleichswettstreit ausgesetzt, der irgendwann im Sportunterricht in der Umkleide beginnt und danach nie endet. Die Folge: Druck, ein Leben lang. Doch es gibt Unterschiede zwischen einem lediglich unterdurchschnittlich entwickelten Glied und einem echten Mikropenis. Dieser plagt anteilig nur etwa einen von zweihundert Männern. Der Leidtragende hat nicht nur in Sachen Sex mit massiven Problemen zu kämpfen, sondern etwa auch beim Wasserlassen im Stehen.

14,8 Zentimeter, so die tatsächliche Länge des deutschen Durchschnittspenis – doch die Erwartungen nicht nur der Damenwelt an das Ideal liegen vor allem für Betroffene gefühlt deutlich darüber (16,5 Zentimeter). Das hat eine Studie ergeben, über die MANN.TV berichtete. Wer von solchen Längen nur träumen kann, macht sich oft Sorgen und unnötigen Druck, kommt es in einer Partnerschaft doch vor allem auf innere Werte an, wie eine andere Studie verdeutlicht.

Mikropenis: Hoffnung durch OP

Liegt die Länge eines Gliedes bei sieben (7) Zentimetern oder darunter, spricht die Medizin von einem Mikropenis. Für diesen kann es viele Ursachen geben: so etwa eine hormonell bedingte Testosteron-Unterversorgung, entweder durch eine Erkrankung der Hirnanhangdrüse oder durch eine unmittelbare Fehlfunktion der Hoden im Kindesalter. Auch sogenannte Androgenresistenzen können schuld sein – Umstände, aus denen das zum Peniswachstum nötige Hormon zwar ausgeschüttet wird, der Körper sich aus verschiedenen Gründen jedoch „immun“ gegen den Wachstumsreiz zeigt.

Manche Mikropenisse sind hingegen keine. Die Medizin spricht in solchen Fällen von „vergrabenen Penissen“, vor allem bei Männern mit starkem Übergewicht oder noch aus dem Fötusstadium vorhandenen „Schwimmhäuten“ zwischen Penis und Hodensack. Doch für Betroffene mit „echten“ Mikropenissen gibt es Hoffnung. Laut einem Artikel der Men’s Health wurde bereits 2004 eine neue (und vor allem seriöse, medizinische) Methode ersonnen, den Penis zu vergrößern. Die am University College of London ersonnene Technik nutzt Hautgewebe aus dem Unterarm sowie eine Mikropumpe, die den Penis aufrichtet und sowohl funktions- als auch empfindungsfähig belässt. Absolut risikofrei ist ein solcher Eingriff nie, doch er stellt für Betroffene oft die letzte Hoffnung dar.

Quelle: Wikipedia