Örtliche Betäubung

Walsh zufolge gibt es Methoden, die an die Betäubung des Zahnfleisches beim Zahnarzt erinnern: Lokale Sprays werden auf dem Glied appliziert, um Gefühlsreize zu mindern und für mehr Kontrolle zu sorgen. „Richtig angewendet kann der Nutzer selbst den Grad der Gefühlsdämpfung regulieren, ohne dass sich das Produkt auf den Partner überträgt“, so Walsh. Doch er warnt: Die schwächeren Reize könnten es schwierig machen, dauerhaft erigiert zu bleiben.

Kontrolle durch Kondome

Die meisten großen Kondomhersteller stellten Varianten her, die extradicke Latex-Schichten bieten und dadurch die Empfindungsfähigkeit des Glieds senkten, so Walsh.

Medikamente

Dass viele Männer kleine blaue Pillen einschmeißen, um ihre Manneskraft zu steigern, ist allgemein bekannt. Doch auch das Gegenteil ist möglich: Laut Doktor Walsh gibt es gerade bei uns in Europa legale Medikamente zur Einnahme, die helfen können, länger durchzuhalten. Allerdings seien diese Substanzen teilweise als Antidepressiva klassifiziert, die für Stimmungsschwankungen und andere Nebenwirkungen bekannt seien – sie sollten also nur eingenommen werden, wenn die dauernden Schnellschüsse eines Mannes seine Lebensqualität negativ beeinflussen. Walsh rät Männern in diesem Fall, vertrauensvoll mit ihrem Arzt zu sprechen.

Expertenrat einholen

Dies ist auch Walshs letzter Rat, sollten andere Methoden nicht fruchten: Sollte wider Erwarten nichts helfen, läge keine Schande darin, mit einem urologischen oder psychologischen Experten für sexuelle Funktionsstörungen zu sprechen, man solle sich von seinem Hausarzt überweisen lassen. „Eine Menge der Methoden, die wir hier besprochen haben – etwa Edging oder Biofeedback – sind ziemlich herausfordernde Techniken, bei denen ein Experte mit Rat zur Seite stehen kann“, so Walsh.

Quelle: menshealth.com