Die Chinesen sind ein äußerst mutiges und vor allem optimistisches Völkchen. Anstatt sich auf Medikamente zu verlassen, deren Wirksamkeit anhand wissenschaftlicher Studien bewiesen ist, wird einfach mal fröhlich alles in den Mund genommen, was für den durchschnittlichen Mitteleuropäer ekelig erscheint, daraufhin eine potenzfördernde Wirkung attestiert und Geld gemacht. Ob an der Sache nun etwas dran ist, oder einfältige Menschen mit echten Problemen über den Tisch gezogen werden, sei hier einfach mal dahingestellt.

Der neueste Trend ist der sogenannte Raupenpilz. Im Himalaja ansässig, verkauft sich der kleine Kerl so gut, dass es schon zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen diversen sammelnden Parteien kam. Na ja, beim Thema Sex hört der Spaß ja bekanntlich auf. Ein halbes Kilo davon soll zudem sogar Krebs heilen, ob als Tee oder in der Suppe, zumindest wenn man den teuren Spaß über Jahre hinweg einnimmt. Na dann ...

Aber vermutlich ereilt den Dongchongxiacao, so der Name des 'Viagra vom Himalaja' auf Chinesisch, sein Schicksal zurecht. Immerhin befällt der Parasit Schmetterlingsraupen und frisst sie von innen heraus auf, bis er aus dem Kopf wieder austritt. Nun wird er selber von einem Millionenheer Chinesen verspeist. Ein prima Beispiel für Karma, wo wir schon gerade in Tibet sind ...