Einigen ist sie auch hierzulande zu stressig und kompliziert – die Liebe. Einher mit der Liebe geht, zumindest meist, der Sex. Beides halten Japaner für völlig karriereschädigend, weshalb viele sich zunehmend auf die Karriere konzentrieren, anstatt sich um Nachwuchs zu bemühen.

Da Japans Geburtenraten ohnehin niedrig sind, kann man von einer Katastrophe nationalen Ausmaßes sprechen. Wird der Trend fortgesetzt, soll sich bis 2060 die Einwohnerzahl von 126 Millionen um bis zu ein Drittel verringern.

Eine ehemalige Domina soll nun die Rettung bringen. Ai Aoyama bietet ein umfassendes Yoga-und Hypnose-Programm, um die Libido der Japaner therapeutisch zu behandeln. Anders als den Leuten dabei zu helfen, Befriedigung zu erfahren, muss sie ganz an Anfang anfangen und sie erst einmal eine Beziehung zu ihrem Körper aufbauen lassen.

Die derzeitige Entwicklung hält die ehemalige Domina für ungesund. Sie sagt, Menschen brauchen den Körperkontakt mit anderen. Einige ihrer Patienten zucken sogar zusammen, wenn sie sie berührt – die meisten davon Männer. Kommen wir nun zur heutigen Gretchenfrage: Wie haltet ihr es mit dem Sex und der Karriere?   

Quelle: Süddeutsche Zeitung