Während Viagra nach anfänglicher Skepsis fast schon so gängig ist wie Aspirin, scheiterte jüngst in den USA der Versuch, ein entsprechendes Präparat für Frauen auf den Markt zu bringen.

Der Pharmakonzern Sprout Pharmaceuticals entwickelte eine Pille, welche bei Frauen, die an chronischer Unlust leiden, sexuelles Verlangen wecken sollte. Der Wirkstoff Flibanserin beeinflusst dabei die gleichen Stoffe im Hirn, welche auch auf Stimmung und Appetit wirken.

So weit, so gut. Nur leider hat die amerikanische Zulassungsbehörde FDA der Pille nur mäßige Wirksamkeit attestiert, die zudem in keinem Verhältnis zu den Nebenwirkungen steht, als da wären Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit.

Klingt verdächtig nach den üblichen Symptomen, wenn man versucht, seine Frau zum Sex zu überreden, oder?

Jedenfalls möchte der Hersteller Einspruch einlegen, wobei dieser äußerst geringe Erfolgsaussichten haben dürfte. Auch wir finden, das ist es nicht wert. Nach dem Sex sind wir schließlich diejenigen, die das verbriefte Recht haben einzuschlafen, und nicht umgekehrt Und eine Frau, die sich nach einer Fellatio übergibt, fördert die Stimmung auch nicht unbedingt.

Mal ganz abgesehen davon beweist das nur, was ganze Generationen von Männern bereits wissen: In die Stimmung von Frauen einzugreifen zu wollen, sei es chemisch oder sonst wie, ist, als würde man im Winter in der Beringsee angeln. Nämlich keine gute Idee!

Quelle: RP-Online