Ihr habt noch Resturlaub und wollt dem miesen Wetter entkommen, wisst aber nicht, wo man auf dieser Welt noch einen denkwürdigen Urlaub verleben kann? Dann haben wir die Lösung für euch: Ein 4-Tage Aufenthalt auf einer Insel vor Cartagena an der Karibikküste Kolumbiens! Ihr müsst euch aber beeilen, denn die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen limitiert. Männer wohlgemerkt. Warum nur 30, fragt ihr euch? Weil die im Preis inkludierten 60 Prostituierten und der Vorrat an Alkohol und Drogen sonst nicht für alle reichen würden.

Zwei Frauen pro Kopf also, und dazu noch alle Zutaten, um ein Fest so richtig eskalieren zu lassen? Kein Scheiß, für den Preis von etwas über 4.000 Euro bietet euch die Firma Good Girls Co. ein All-Inclusive-Paket mit Mahlzeiten, (alkoholischen) Getränken, Sex-Orgien und Partys auf einer Luxusyacht, alles unter dem vielsagenden Motto „drogenfreundlich“.

Folgende Programm-Punkte stehen auf dem Plan: Zur Begrüßung findet am ersten Tag eine Live-Sex-Show statt. Die aktive Teilnahme der Gäste ist ausdrücklich erwünscht! Tag Zwei lockt mit den sogenannten „30 Minuten im Paradies“. Von 9 bis 12 Uhr stehen dabei jedem Gast während 30 Minuten 16 Frauen zur freien Verfügung. Die letzten zwei Tage sollen dann mit hemmungslosen Festen auf der Yacht wortwörtlich wie im Rausch vergehen.

Zuviel des Guten?

Das freizügige Werbevideo für diese ganz besondere Reise erregte rasch viel Aufmerksamkeit und sorgte für so manch erhitztes Gemüt. Besonders empört zeigte sich der Bürgermeister von Cartagena, Sergio Londoño Zurek, der umgehend Interpol informierte. Gegenüber der kolumbianischen Zeitung "El Universal" echauffierte sich Zurek:

Das ist ein obszönes Video, das nicht die Art von Touristen anspricht, die wir uns wünschen. Ein solches Ereignis würde den guten Namen von Cartagena schädigen.

Das Innenministerium und die Staatsanwaltschaft ermittelten und fanden heraus, dass ein gewisser Michael Bullock aus Arizona in den USA hinter der ganzen Nummer steckt. Dieser nahm im Zuge der Ermittlungen die Webseite Sexisland.co vom Netz und kündigte via Twitter an, die Sex-Partys nicht mehr in Kolumbien stattfinden zu lassen. Denn Prostitution ist dort zwar legal, doch mit dem Video ist der Tatbestand der Zuhälterei erfüllt, was in Kolumbien wiederum strafbar ist.

Ob sich an den Bullocks Plänen aber wirklich etwas geändert hat, wagen wir vorsichtig zu bezweifeln. Denn als wir – natürlich ausschließlich zu Recherchezwecken – versuchten die Seite aufzurufen, ploppte diese ohne Probleme auf und auch das umstrittene Werbevideo können wir euch im Folgenden präsentieren. Das Netz ist halt Anarchie!