Wenn man sich die Masse an Apps vor Augen hält, die der digitale Handel für die hungrige Kundschaft bereithält, muss man sich als Entwickler einer solchen schon fragen, was es noch nicht gibt. Der Amerikaner Danny Wax und seine Kollegen haben genau das getan, und kamen zu dem Ergebnis, dass die Welt eine App braucht, die Sex statistisch auswertet.

Um dieses Loch also endlich zu stopfen, wurde kurzerhand Spreadsheets entwickelt. Legt dazu einfach das Smartphone neben euch aufs Bett und startet die App. Idealerweise klärt ihr euren Partner zuvor darüber auf, was ihr da tut, um stimmungstötende Missverständnisse zu vermeiden. Euer Smartphone misst nun verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Dauer, die Anzahl der Vorstöße eures kleinen Forschers in die weibliche Unterwelt pro Minute oder die Lautstärke der User beim Sex. Seid ihr dann fertig, könnt ihr all die gesammelten Daten auswerten und mit älteren Aufzeichnungen vergleichen. Kommunikative Menschen teilen ihre Statistiken auch gleich mit anderen Anwendern.

Danny Wax erläutert den Grundgedanken dahinter folgendermaßen: "Spreadsheets wurde entwickelt, um sich Sex auf eine Art anzunähern, die sowohl heiter und unbeschwert als auch verbesserungsorientiert ist. Wir haben eine App erschaffen, mit der die User Spaß mit ihrem Partner haben können und danach eine gemeinsame Erfahrung teilen können, die sie gleichzeitig zu mehr Dialog und Feedback ermutigt." Außerdem versprechen die Programmierer, dass Spreadsheets weder Audio- noch Videoaufzeichnungen aufnimmt.

Ob besagter Dialog nun für besonders viel Freude sorgt, wenn die Statistik mal schlechter ausfällt, wagen wir allerdings zu bezweifeln. Und ob 'verbesserungsorientierter' Sex heiter und unbeschwert ist, sowieso. Aber gut, es soll ja Menschen geben, die abseits der Bundesligatabelle Spaß an Statistiken haben.