Unter dem Begriff der „Rache-Pornos“ versteht man erotische Bilder oder Videos von einem ehemaligen Beziehungspartner, die nach dem Ende des Verhältnisses von einem der Beteiligten ins Netz gestellt werden. Das Ziel ist dabei natürlich, dem Ex-Partner zu schaden.

In Amerika haben sich mittlerweile sogar mehrere Webseiten darauf spezialisiert, als Plattform für derartiges Material zu dienen. Einmal eingestellte Bilder oder gar Videos werden erst wieder gelöscht, wenn einer der Betroffenen eine hohe Geldsumme zahlt. Keine schöne Sache – findet offenbar auch der US-Bundesstaat Kalifornien.

Denn dort unterzeichnete der kalifornische Gouverneur Jerry Brown ein Gesetz, welches das Hochladen von „Rache-Pornos“ verhindern soll. Derartige Handlungen werden nun als Ordnungswidrigkeit eingestuft und mit 30 Tagen Haft und einer Geldstrafe von bis zu 1000 US-Dollar geahndet. Damit ist Kalifornien nach New Jersey der zweite US-Staat mit einem Gesetz gegen „Rache-Pornos“. In New Jersey fällt die Gesetzgebung aber deutlich schärfer aus, denn dort beträgt die Geldstrafe sogar bis zu 30.000 US-Dollar.

Vor der Verabschiedung des Gesetzes stand zur Diskussion, ob das Hochladen von Bildern und Videos nicht von der Redefreiheit geschützt sei, welche im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung verankert ist.