Vielleicht sollte man aufhören, Pornos als etwas Verruchtes anzusehen, das in der Schmuddelecke sitzend einfach totgeschwiegen wird. Denn die Branche ist in vielerlei Hinsicht besser als ihr Ruf. So übt sie sich zum Beispiel stets als Pionier, wenn es um neue technische Möglichkeiten geht, Filme zu erleben. Pornos in 3D oder 4K-Auflösung bieten sich schließlich an. Wen wundert's also, dass sich nun auch Virtual Reality nackt macht?!

Das Streaming Portal 'Sugar DVD' hat unlängst mit 3D-Dreharbeiten begonnen und arbeitet an einer App für die 3D-Brille Oculus Rift, während die amerikanische Firma  Utherverse noch einen Schritt weitergeht. Dort wird nämlich an virtuellen Welten gewerkelt, die ganz und gar dem allseits beliebten körperlichen Vergnügen gewidmet sind. Dank einer Bewegungssteuerung namens 'Leap Motion' sollen dabei sogar die eigenen Handbewegungen erfasst und zwecks Interaktion mit den digitalen Körpern in die virtuelle Umgebung übertragen werden. Sieht von außen sicherlich dämlich aus, klingt aber vielversprechend für User. Der vollmundigen Ankündigung, dass diese virtuellen Pornos von echten kaum zu unterscheiden seien, begegnen wir jedoch mit vornehmer Skepsis.

Allerdings wird das auf lange Sicht gesehen gar nicht das Problem sein. Es gibt sicherlich genug Kunden für Figuren, die gar nicht den Fokus darauf legen, möglichst echt zu wirken. Nein, das Problem ist die Zensur. Da das ganze Geschäft voraussichtlich über Apps geregelt wird, müssen die Produzenten erst an Apple, Microsoft, Google und Facebook vorbei, welche sich mit sexuell expliziten Inhalten generell recht schwertun.

Da Pornos aber ja bekanntlich erfinderisch machen, sind wir uns sicher, dass die Verantwortlichen einen inoffiziellen Weg finden werden, ihre Inhalte zu verbreiten. Denn Geld lässt sich mit der Nummer ganz bestimmt verdienen, und warum sollte man das einfach so auf der Straße liegen lassen!?

Quelle: Bluewin