Letzten Monat machten wir uns noch einen Aprilscherz daraus, doch nun könnte es wahr werden: Pornofans sollen zahlen! Unter dem Motto „Porn is worth paying for“ möchte die Erotikbranche ebenso wie die Film- und Musikindustrie gegen Raubkopierer und Piraterie vorgehen.

Immerhin entstünden auch bei der Produktion von Schmuddelfilmchen Kosten, moniert der Online-Pornohändler „Adult Empire“. Wenn sich jeder Nutzer die Filme auf YouPorn, xHamster & Co. umsonst anschaut oder herunterlädt, wird es schwierig Darsteller, Regisseure und Kamerateams zu bezahlen. Unter diesen Voraussetzungen können auf lange Sicht keine „qualitativ hochwertigen Filme“ mehr produziert werden.

Vom Gesetzgeber erwartet man indes keine große Hilfe. Immerhin sind Pornos in unserer Gesellschaft stigmatisiert, weswegen es kaum einer als unmoralisch empfindet, derlei Erwachsenenfilme kostenlos herunterzuladen. Also soll der Kunde über die Kampagne an die Argumentation der Industrie herangeführt werden und Verantwortung übernehmen, um die Branche am Leben zu erhalten.

Allerdings läuft die Sache wohl nicht so gut. Der offizielle Kampagnen-Account auf Twitter, @payforporn, hat gerade mal 1.000 Follower. Vielleicht sollte man den Account ein bisschen aufpeppen. Jemandem, der sich als „Pornoindustrie“ bezeichnet, sollte das nicht allzu schwer fallen.