Andauernd meckern die Frauen, dass sie bei gleicher Arbeit meist weniger verdienen, vergessen dabei aber gerne, dass auch wir Kerle durchaus Grund zur Klage haben. Männliche Models zum Beispiel nagen nicht selten am Hungertuch, während sich eine Gisele Bündchen dumm und dämlich verdient. Und was da so in der Pornoindustrie abgeht, ist auch alles andere als gerecht. Aber von vorne:

Während Piraterie der Film- und Musikindustrie schwer zu schaffen macht, hält sich die Pornobranche tapfer über Wasser. Einer Studie der University of New Mexico zufolge generierten die Schmuddelfilmchen alleine 2014 satte 97 Milliarden Dollar Umsatz, und damit mehr als Hollywood.

Aber wie kommt es dann, dass Filmstars nicht Tür an Tür mit den Helden des Horizontalgewebes wohnen? Das fragte sich auch die Nachrichten-Webseite NBC News und ging der Sache nach.

Fakt ist: Pornos sind im Kern billige Massenware.
Dementsprechend kann man auch keine Gage im höherstelligen Bereich erwarten. Wie die Recherchen zeigten, verdient eine Pornodarstellerin umgerechnet zwischen 700 und 800 Euro pro Sexszene. Klingt letzten Endes mehr als es ist, wenn man bedenkt, dass so ein Filmchen zumeist aus bloß einer Szene besteht.

Hinzu kommen zudem der eigene Bekanntheitsfaktor und die Seriosität des Managers, sodass sich Neulinge im Business teilweise mit schmalen 250 Euro begnügen müssen. Wer zu außerordentlich verdorbenen Handlungen bereit ist, kann den Preis jedoch in die Höhe treiben, da logischerweise mehr Geld bezahlt wird, je weniger Darsteller sich für eine spezielle Szene finden lassen.

Wer sich im Metier einen Namen gemacht hat, kann aber auch abseits eines Filmdrehs Geld verdienen. Lukrative Nebenverdienste versprechen zum Beispiel Auftritte auf Erotikmessen, Werbung für Sexspielzeuge, Livestreams im Internet oder auch Werbeauftritte in Stripclubs. Immerhin lassen sich mit einem sogenannten „Feature Dance“ gut und gerne bis zu 9.000 Euro verdienen.

Und wir Kerle? Obwohl die Branche ohne uns undenkbar wäre, werden männliche Darsteller mit läppischen 500 bis 800 Euro pro Film abgespeist. Ein Skandal!