Sicherheit am Arbeitsplatz sollte in jeder Berufsgruppe oberstes Gebot sein. So natürlich auch in der Pornobranche. Insofern sind manche der neuen Sicherheitsvorschriften der kalifornischen Gesundheitsbehörde für dieses Metier nicht unbedingt etwas Schlechtes, dienen diese doch der Gesundheit der Darsteller: Kondompflicht, vom Arbeitgeber bezahlte Arztbesuche und Hepatitisimpfungen. Doch in einem Punkt geht das 21 Seiten starke Maßnahmenpapier aus Sicht der Branche zu weit.

Das Konzept sieht vor, dass die Protagonisten einer Pornoproduktion zukünftig dazu verpflichtet werden, bei entsprechenden Szenen eine Schutzbrille zu tragen!

Während die an der Entstehung der neuen Richtlinien beteiligte Interessengruppe Aids Healthcare Foundation (AHF) den neuen Regelkatalog begrüßt, sehen die Köpfe der Pornobranche die Freiheit der Betroffenen eingeschränkt. Die Gegner der neuen Vorschriften bezeichnen die neuen Regeln als realitätsfremd, überzogen, geschäftsschädigend und nicht zielführend. Ihrer Meinung nach sind die Sicherheitsmaßnahmen der Industrie vollkommen ausreichend. Ohne Gesundheitsbescheinigung, die alle 14 Tage erneuert werden muss, darf ohnehin keiner an einem Filmdreh teilnehmen. Des Weiteren sei die Nachfrage insbesondere an Clips ohne Kondome riesig, sodass ein entsprechender finanzieller Verlust zu befürchten sei. Abgesehen davon würde sich die Branche damit in die Illegalität drängen lassen und letztlich Kalifornien ganz einfach verlassen.

Allerdings ist noch gar nichts endgültig entschieden. Derzeit werden die Vorschläge geprüft, sodass spätestens bis März 2016 eine Entscheidung gefällt werden kann.