Die Politiker im Gesundheitsausschuss des Bundestags diskutieren derzeit, ob für die deutsche Pornoindustrie eine Kondompflicht beim Filmdreh eingeführt werden soll. Grund für die auf den ersten Blick seltsame Diskussion ist eine Debatte in den USA, da es bei mehreren Porno-Drehs zu HIV-Infektionen gekommen sein soll.

Eine entsprechende Vorschrift zur Kondompflicht wurde in Los Angeles bereits beschlossen. Auch in Deutschland wird über eine entsprechende Regelung nachgedacht, es ist scheinbar nur noch eine Frage der Zeit, bis auch in hiesigen Filmchen immer ein Gummi zum Einsatz kommt: „Sollten auch bei uns nachweislich HIV-Infektionen bei Pornofilmen auftreten, muss man zum Schutz der Darsteller ernsthaft über eine Kondompflicht nachdenken“, argumentiert Edgar Franke von der SPD.

Eine ähnliche Meinung vertritt auch Erwin Rüddel, CDU: „Wenn sich solche Fälle in Deutschland bestätigen, muss eine Kondompflicht erwogen werden.“ Der Gesundheitsexperte der CSU, Wolfgang Zöller, hält es aber für sinnvoller, eine Verschärfung im Arbeitsschutzrecht durchzusetzen. Das ginge nicht nur schneller, sondern sei zudem auch unbürokratischer.

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