Wir berichteten in der Vergangenheit öfter von dem dubiosen Pornofilter, der nun seit einigen Monaten in Großbritannien aktiv geschaltet wurde. Dabei werden von Haus aus Websites mit pornografischen Inhalten blockiert, es sei denn, der Nutzer entscheidet sich bewusst dafür, diese Sperre auszuschalten.

Kritiker des Vorhabens hielten solch eine Option für keine gute Idee, da viele Konsumenten vor der Freischaltung zurückschrecken könnten, aus Angst davor als Porno-Konsument gebrandmarkt zu werden. Schließlich werden über Freischaltungen Datenbanken geführt.

Laut einem aktuellen Bericht der britischen Regulierungsbehörde Ofcom gehen die Briten mit dem Pornoproblem jedoch recht selbstsicher um. Ein Großteil der Nutzer schaltet die Sperre nämlich ab, sodass nicht mal jeder Siebente sich von der Funktion einschüchtern lässt. Unterschiede finden wir nur bei der Rate der Deaktivierungen auf die einzelnen Provider betrachtet.

Bei Talk Talk lassen 36 Prozent aller Neukunden den Filter deaktivieren. Bei Sky und BT sind es hingegen nur acht bzw. fünf Prozent. Virgin Media hat mit vier Prozent die niedrigste Quote, wobei dies mit dem technischen Umstand zu tun hat, dass nicht bei allen Neukunden die Pornofilter aktiviert wurden. Stattdessen bot Virgin den Kunden an, die Sperre nachträglich zu aktivieren.