Also, wir fassen ausnahmsweise mal bereits im Vorwort zusammen, worum es geht: Wenn ihr auf den Rechnern am Arbeitsplatz Pornos guckt, müsst ihr aufpassen, dass diese dabei nicht mit Malware infiziert werden, oder dass der Traffic nicht die Arbeit der anderen ausbremst. Denn solange die „private“ Nutzung keine Störung der IT-Infrastruktur nach sich zieht, ist eine solche kein Kündigungsgrund.

Dieses Wissen, beziehungsweise Gerichtsurteil verdanken wir dem verdorbenen Auszubildenden eines Möbelhauses. Denn dieser hatte – trotz zuvor unterschriebener Vereinbarung eben jenes nicht zu tun und bereits erfolgter Abmahnung – den Laptop, der mitten im Verkaufsraum stand, wiederholt dazu genutzt, sich ... sagen wir mal anatomisch fortzubilden. Die logische Konsequenz: fristlose Kündigung.

Das passte dem lüsternen Jüngling aber nicht, also wurde geklagt. Infolgedessen stellte das Arbeitsgericht fest, dass das Verhalten des Auszubildenden keinen derart wichtigen Grund dargestellt hat, um eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen, da die oben genannten Einschränkungen der betrieblichen IT-Struktur nicht vorlagen. Vorherige Vereinbarung hin oder her.

Nun sind wir zwar dem Knaben dankbar dafür, dass wir uns unter den im Vorwort genannten Bedingungen im Büro endlich entspannen können, allerdings werden wir in dem Möbelhaus definitiv keine Matratzen mehr kaufen!