Nachdem Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Online-Pornos schlecht für unsere Potenz sind, haben wir leider erneut schlechte Neuigkeiten für Freunde des gepflegten Schmuddelfilms. Diesmal geht es aber um Frauen, die im Netz Sexfilme konsumieren. Denn die halten sich gar nicht erst damit auf, im Bett die Lust zu verlieren oder so. Nein, sie lassen sich gleich scheiden. Also, statistisch gesehen zumindest.

Das behaupten jedenfalls amerikanische Soziologen, welche eine großangelegte Studie über die Porno-Gewohnheiten der US-Bürger und deren Stabilität in der Ehe durchgeführt haben. Und daraus ging hervor, dass Frauen, welche in der Ehe damit beginnen, Pornos zu schauen, das Scheidungsrisiko stärker erhöhen als die Männer. Frisch verheiratete Paare, nicht sonderlich religiöse und glückliche sind dabei interessanterweise stärker gefährdet als unglückliche oder religiöse Eheleute.

Professor Samuel Perry von der Universität Oklahoma sagt dazu:
Wir zeigen damit, dass Pornokonsum – womöglich, wenn er ungewollt vom Partner entdeckt wird – eine ansonsten glückliche Ehe bis zum Punkt der Scheidung erschüttern kann. Aber es macht unglückliche Ehen auch nicht schlimmer, als sie ohnehin schon sind."

Befragt wurden Tausende Erwachsene, die man über vier Jahre hinweg je dreimal zu ihren Lebensgewohnheiten interviewte. Diejenigen, die zu Protokoll gaben, mit dem Konsum von Pornos begonnen zu haben, zeigten im Allgemeinen beim nächsten Befragungstermin, also zwei Jahre später, eine doppelt so hohe Scheidungswahrscheinlichkeit wie zuvor. Die Rate stieg im Durchschnitt von einer sechsprozentigen Wahrscheinlichkeit auf elf Prozent. Wer zu Beginn der Untersuchung angab, besonders glücklich zu sein, steigerte sich nach den Pornos sogar von drei auf zwölf Prozent.

Bei den Frauen stieg das Risiko zudem stärker als bei Männern, und damit insgesamt um den Faktor drei, beziehungsweise von sechs auf 16 Prozent.

Perry dazu:
Unsere Resultate legen nahe, dass Pornokonsum – unter bestimmten sozialen Bedingungen – einen Effekt auf die Stabilität einer Ehe haben kann."

Dass ältere Paare dagegen deutlich ungefährdeter sind, erklärt der Soziologe folgendermaßen:
Jüngere Amerikaner schauen öfter Pornos als ältere. Und Ältere haben allgemein stabilere Ehen, weil sie erwachsener und finanziell abgesicherter sind sowie mehr Zeit in die Beziehung investiert haben. Aus unserer Sicht ergibt es deshalb absolut Sinn, dass der Effekt von Pornokonsum auf die Scheidungswahrscheinlichkeit mit dem Alter abnimmt.

Weshalb Pornos auf religiöse Paare keine messbaren Auswirkungen haben, führen die Wissenschaftler abschließend darauf zurück, dass Sexfilme für religiöse Menschen zwar ein Tabu sind, das Stigma einer Scheidung jedoch als das größere Übel betrachtet wird. Insofern übt Religion einen schützenden Effekt auf Ehen aus, in denen Pornos konsumiert werden. Unser Satz des Tages!

Quelle: krone.at