Er kann schneller passieren, als einem lieb sein kann. Allein beim Gedanken daran zieht sich bei vielen Männern alles zusammen: der Penisbruch. Gerade war man noch auf dem Gipfel der Lust, plötzlich liegt man als Häufchen Elend im Krankenwagen, im wahrsten Wortsinn entmännlicht. Doch was genau passiert da eigentlich – und gibt es Sexpraktiken, die ein höheres Risiko beherbergen, einen Penisbruch zu erleiden? Es gibt sogar drei an der Zahl, wie ihr im Folgenden erfahren werdet.

Dass der Penisbruch jeden Mann treffen kann und auch vor Poptitanen nicht Halt macht, musste auch ein Dieter Bohlen 2002 schmerzlich erfahren. Die Diagnose: Penis-Fraktur mit Ruptur der Schwellkörper. Im Kern eine irreführende Diagnose, denn eine Fraktur lässt an einen Knochenbruch denken. Weder findet sich ein Knochen im besten Stück des Mannes, noch ist es ein wirklicher Bruch. Medizinisch spricht man von einem „Biegetrauma“.
Dieses Biegetrauma tritt auf, wenn der Penis ruckartig geknickt oder gebogen wird – in den meisten Fällen passiert dies während des Geschlechtsaktes. Ein Knacken ist zu hören, Schwellkörper reißen ein – ein mächtiger Bluterguss entsteht. Im englischen bezeichnet man das sich aus dieser Verletzung ergebende Resultat wegen Farbe und Form als „Eggplant Deformity“, also als „Auberginendeformation“. Aua. Die Konsequenz aus dieser außergewöhnlich schmerzhaften Verletzung ist nicht immer ein chirurgischer Eingriff, ärztliche Hilfe ist dennoch vonnöten: Das Geschlechtsteil muss geschont und sachgemäß gekühlt werden.

Sonst kann es zu Folgeschäden kommen, die schlimmstenfalls in Erektionsproblemen resultieren. Doch welche Sex-Stellungen sind besonders häufige Mitverursacher der schmerzhaften Verletzung? Hier wissen Forscher aus Brasilien Rat. Die werteten sämtliche Penisbruch-Fälle von drei Notdiensten der brasilianischen Stadt Campinas aus den Jahren 2000-2013 sachgemäß aus. 44 Patienten waren in der Zeit eingeliefert worden, 67 Prozent davon hatten ihren Penisbruch bei heterosexuellen Sex erlitten, 10 Prozent bei homosexuellen Verkehr und 14 Prozent hatten Hand – oder im Fall solcher Verletzungen eher: Staubsauger – an sich angelegt.

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Quelle: welt.de