Was sind das nur für Zeiten? Vor gar nicht allzu langer Zeit berichteten wir euch von Ärztepfusch in Verbindung mit einem Penisbruch ... Pardon, einer Penisruptur, im fernen Kanada. Ist ein bisschen so wie mit Haiattacken und Tornados, dachten wir uns: ganz weit weg! So was kann hier bei uns nicht passieren. Pustekuchen.

Auch hierzulande sah ein Arzt angeblich nicht so genau hin, als ihn ein 34-Jähriger mit einer schmerzhaften Dauererektion aufsuchte. Obwohl man meinen sollte, dass so etwas schwer zu übersehen ist, erkannte er diese zunächst nicht als solche, und auch die einsetzende Sepsis wurde erst viel zu spät diagnostiziert. So kam der Mann leider nicht rechtzeitig auf den OP-Tisch, was in der Folge die Amputation eines Teiles seines Geschlechtsteils und des linken Unterschenkels nötig machte.

Das hätte verhindert werden können, klagt der Mann, und zog vor Gericht. Er verlangt 500.000 Euro Schmerzensgeld von seinem behandelnden Arzt, den er für seine hundertprozentige Erwerbsunfähigkeit und seine dauernde Zeugungsunfähigkeit verantwortlich macht. In erster Instanz hat das Landgericht Traunstein die Klage abgewiesen. Der 34-Jährige gibt aber nicht auf und zieht nun vor das Oberlandesgericht in München.

Wir sind gespannt, wie die Sache ausgeht, und werden euch auf dem Laufenden halten.