Was vor zehn bis fünfzehn Jahren noch von vielen als Eingeständnis der Verzweiflung am Singledasein gewertet wurde, ist heute ganz normal: Kontaktbörsen und Dating-Sites im Internet. Jetzt will eine britische Studie herausgefunden haben, dass diese Form des Abschleppens bis zum Jahr 2030 fast schon der Normalzustand werden könnte. Jedes zweite Paar, so die Briten, wird dann im Netz zueinander finden. 2040 sogar sieben von zehn.

Der Grund, dass solche Portale so einen Zulauf haben, ist nachvollziehbar: Viele gehen einem stressigen, fordernden Job nach. Wir arbeiten vierzig, manchmal sogar sechzig bis siebzig Stunden die Woche. Manchmal hat man eben einfach keine Zeit oder Lust, sich in Schale zu schmeißen und am Wochenende durch die Bars zu tingeln und die Ladys anzugraben und dann vielleicht sogar auch alleine wieder nach Hause zu gehen.

Besonders die Alleinstehenden im besten Alter werden, so die Forscher, davon Gebrauch machen: Bei den 55- bis 64-Jährigen wird eine Steigerung von dreißig Prozent bis 2030 erwartet. In den Staaten lernt sich übrigens auch heute schon jedes dritte Pärchen im Internet kennen.

Mittlerweile findet man solche Partnerseiten nicht nur wie Sand am Meer, sondern auch der Zugang wird einfacher. Es gibt sogar schon „Dating Apps“ wie etwa Tinder für das Smartphone. Diese sehen die Experten übrigens als Hauptgrund für diesen Trend, denn fast jeder hat sein Smartphone ja immer dabei. Wenn man schon in der Bahn oder sonst wo seine E-Mails checkt, kann man ja gleich die scharfe Brünette mit abchecken, auf deren Profil man gerade gelandet ist.

Aber so einfach es auch ist: Für alles, was nach diesem Kennenlernen kommt, wird man sich trotzdem noch vor die Tür bzw. ins Schlafzimmer begeben müssen und das, finden wir, ist auch sehr gut so!