Eine reibungslose Wahrnehmung basiert auf dem äußerst komplexen Zusammenspiel all unserer Sinne. Deshalb wird vielen Leuten beim Zocken mit einer Virtual Reality Brille auch schlecht, da unser Gehirn währenddessen widersprüchliche Reize verarbeiten muss. Die Augen registrieren zum Beispiel Bewegung, während unser Gleichgewichtssinn eine ruhende Haltung signalisiert. Bis zur vollkommenen Immersion muss sich die VR-Technik also noch ein gehöriges Stück weiterentwickeln und dabei das Ziel verfolgen, all unsere Sinne miteinzubeziehen. Und dazu gehört unter anderem natürlich auch der Geruch!

Auch wenn dieser nicht immer zu den beliebtesten Sinnen gehört, kommt der Wahrnehmung von Duftstoffen in unserem Leben eine immense Bedeutung zu. Man muss etwas Leckeres nur riechen und schon bekommt der Körper Appetit. Und das gilt freilich nicht nur fürs Essen, sondern auch für das Liebesspiel. Lockstoffe wie Pheromone sind nicht umsonst das Benzin für unseren Sexualtrieb. Dessen ist sich auch der US-amerikanische Porno-Riese CamSoda bewusst und kam darüber auf die Idee, das virtuelle Sex-Business um eben jene Komponente zu erweitern. Um Innovationen nie verlegen entwickelte man also einfach mal eine VR-Geruchsmaske namens „OhRoma“.

So riecht Sex!

Das Teil gleicht einer Gasmaske und kann mit bis zu drei verschiedenen Duft-Patronen befüllt werden, um das Erlebnis beim Anschauen von Pornos per VR-Headset auch riechbar zu machen. Gesteuert wird das Ganze via Bluetooth von der dazugehörigen App, welche dafür sorgt, dass zu den einzelnen Szenen auch der passende Geruch quasi eingespielt wird, indem die Maske die richtigen Patronen zur richtigen Zeit erwärmt. Für die mit den VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift kompatible Maske stehen 30 unterschiedliche Düfte zur Auswahl und reichen dabei von Höschen über Aphrodisiaka bis hin zum Geruch bestimmter Körperregionen.

Im Herbst 2017 soll das gewöhnungsbedürftige Gadget für 99 Dollar auf den Markt kommen. Ersatzpatronen schlagen mit 6 bis 10 Dollar zubuche. Ob das Teil nun ratzfatz ausverkauft sein wird oder nicht, vermögen wir nicht einzuschätzen. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, kann sich „OhRama“ hier schon einmal vorbestellen, um als einer der Ersten in die mögliche Zukunft des Pornos reinzuschnuppern.

Quellen: Fotos: CamSoda.com , mobilegeeks.de