Man sollte annehmen, in unserer heutigen Zeit von „größer, höher, schneller und weiter“ läge die Idee, immer stärkere Motoren in vibrierendes Sexspielzeug einzubauen, nahe. Doch weit gefehlt: Stattdessen geht der Trend hin zur Interaktivität. Es ist ja noch nicht lange her, dass wir das … ähem … „Vergnügen“ hatten, euch von dem „Sex-Tool“ zu berichten, das biometrische Daten eures Penis beim Liebesakt misst. Jetzt geht ein Hersteller noch weiter und bietet einen Vibrator an, der mit einer Kamera ausgestattet ist.

Das Gerät hört auf den Namen „Siime Eye“ und stammt von dem US-Hersteller Svakom. Das extravagante Sextoy hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Denn darin ist jede Menge Hightech verbaut, die mit der an der Front befindlichen Kamera einmalige … Einblicke gewährt. Nachdem die Nutzerin also Hand angelegt hat oder der Partner ihr dabei zur Hand gegangen ist, lassen sich die entsprechenden Kamerafahrten in einzigartiger Perspektive nach dem oder während des Akts bestaunen.

Gefundenes Fressen für Hacker

Doch das ist nicht alles, denn neben der eingebauten Optik befindet sich auch eine Verknüpfung ins Netz via WLAN und App mit im Hardware-Paket des Vibrators. Ein Gefundenes Fressen für all jene Elemente, die für intime Einblicke in fremde Lebensräume auch nicht vor Hacking-Attacken zurückschrecken. Denn wie das britische Sicherheitsunternehmen „Pen Test Partners“ bereits nachwies, klafft im „Siime Eye“-Konzept eine gewaltige Sicherheitslücke: Das Standardpasswort für die App ist die einfache achtstellige Zahlenkombination „88888888“.

Ein gefundenes Fressen für sogenannte Brute-Force-Attacken auch nur mäßig erfahrener Hacker. Denen sind damit im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor zu den Aufnahmen und damit zu den intimsten Geheimnissen der Nutzer geöffnet.

Quellen: tag24.de , Fotos: svakom.net