Stellt euch vor, ihr wohnt in einem Studentenwohnheim und habt Damenbesuch. Plötzlich tritt die Polizei durch die Tür und brummt euch ein Bußgeld in Höhe von 32 Euro auf. Grund: Störung der öffentlichen Ordnung.

Besagtes Szenario kündigt sich derzeit in der Türkei an, weil der türkische Premier Tayyip Erdogan strengere Regularien fordert. Fortan sollen gemischte WGs, die in der Türkei ohnehin eine Seltenheit sind, kontrolliert werden. Die Debatte um außerehelichen Sex ist in der Türkei wieder in vollem Gange. Studenten fühlen sich in ihrer Privatsphäre und Sexualität beschränkt. Zurecht?

Zudem möchte Erdogan die studentischen Privatwohnungen überwachen lassen. Schließlich weiß niemand, was sich in den privaten vier Wänden abspielt. Die Studenten könnten ja einen Anschlag planen oder noch schlimmer: Sex haben. Erdogan rechtfertigt dies mit der Bitte der Eltern an den Staat, doch endlich mal etwas zu unternehmen.

Auch wenn Erdogan bereits Gegenwind aus der Politik und den Medien zu spüren bekommen hat, hält er an seiner Meinung fest und möchte so für ein besseres Zusammenleben sorgen.

Quelle: Welt