Kennt ihr den Porno ‘Carl Ludwig, der Traumtänzer, Teil II – Carl Ludwigs heiße Träume’?  Wir auch nicht, was aber auch dranliegen mag, dass der Streifen aus den 70ern stammt. Einer Zeit also, als Oralverkehr noch mit Haaren zwischen den Zähnen verbunden war. Dennoch muss der Film echt was Besonderes sein. So besonders, dass ein Fan sogar vor Gericht zog, um besagten Porno sehen zu können.

Dieser wurde nämlich seinerzeit von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpJM) auf den Index gesetzt, im Jahre 2008 dann aber wieder heruntergenommen. Da es nun aber trotzdem nicht so einfach sein dürfte, einen dermaßen alten Schinken wiederzufinden, wendete sich besagter Herr an die Behörde, in deren Archiv eine Kopie des Pornos schlummerte, und forderte die Herausgabe eben jener. Dieser wenig fromme Wunsch wurde ihm jedoch verweigert, weswegen der Mann vor Gericht zog.

Im Jahr 2014 bekam der hartnäckige Kerl vor dem Verwaltungsgericht Köln dann schließlich mit Blick auf das Informationsfreiheitsgesetz recht. Doch damit war die Nummer noch nicht durch. Denn im Mai 2016 wurde das Urteil vom Oberverwaltungsgericht Münster widerrufen, mit Verweis auf die zu erwartende Kettenreaktion, die eine Herausgabe des Pornos Delicti zur Folge haben könnte.

Da eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht allerdings zugelassen sei, ist der Fall damit noch nicht unbedingt abgeschlossen. Mit dem folgenden Hinweis des Gerichtes in Münster dürfte dem Porno-Fan jedoch die Lust sowohl auf den Film als auch auf eine Ausweitung des Rechtstreites vergangen sein.

Denn selbst, wenn er gewonnen hätte, hielte er deshalb nicht zwangsläufig eine Kopie in Händen. Er hätte lediglich das Recht erwirkt, Einsicht nehmen zu dürfen. Und das auch nur in den Räumen der Bundesprüfstelle.

Und dass diese Zimmer bereitstellt, um ungestört Pornos gucken zu können, darf ernsthaft bezweifelt werden.

Quelle: lust.tz.de