Na, wenn das kein Garant für Wählerstimmen ist: Ein Stadtrat aus dem schwedischen Övertornea plädiert offen für eine bezahlte einstündige Mittagspause. Klingt im Kern zwar ganz nett, aber ihr werdet euch zurecht fragen, was daran denn jetzt bitte so besonders sein soll?! Tja, der Clou ist, womit diese Pause seiner Meinung nach gefüllt werden soll: nämlich mit Sex!

„Es gibt Studien, die belegen, dass Sex gesund ist“, argumentiert Per-Erik Muskos, der seinem Amt in der nordschwedischen Provinz Norrbottens Län unweit der finnischen Grenze nachgeht und bereits einen entsprechenden Antrag zur Abstimmung gestellt hat. Er erklärt weiterhin, dass es ihm dabei darum gehe, die Beziehung zwischen Paaren zu verbessern, die in den heutigen Zeiten immer weniger Zeit miteinander verbrächten, und sieht insofern keinen Grund, weshalb sein Antrag nicht durchgehen sollte. Seine Idee beruht dabei auf dem Vertrauen seitens des Arbeitgebers, welcher das verordnete Stelldichein natürlich nicht kontrollieren darf.

Dabei kann sich der Schwede eigentlich schon jetzt nicht über seine Arbeitszeit beschweren. Immerhin leisteten Vollzeitbeschäftigte dort 2015 im Schnitt 1.685 Stunden Arbeit. Mit Blick auf Europa schuften nur die Finnen und Franzosen weniger. Die Engländer brachten es im Vergleich auf ganze 1.900 Stunden, wir Deutschen immer noch auf 1.847. Ob Muskos’ Antrag von daher so einfach durchgeht, wird sich erst noch zeigen müssen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Umsetzung aus vielerlei Gründen recht schwer werden dürfte. Die Unterstützung aus dem Volke ist ihm jedoch sicherlich gewiss.

Quelle: n-tv.de