Die Nummer hier wird jetzt vielleicht etwas unangenehm, doch ich kann einfach nicht länger schweigen und tatenlos zusehen, wie ihr mich und meinesgleichen behandelt! Darf ich mich vorstellen: Ich bin ein Penis und stehe hiermit stellvertretend für all meine geschundenen Brüder auf dieser Welt! Tag für Tag missbraucht als Werkzeug für eure Lust, als seien wir bloß ein Schraubenschlüssel, mit denen ihr eure lockere Schraube zumindest für eine gewisse Zeit wieder festziehen könnt. An sich wäre das ja in Ordnung – glaubt mir, wir haben ein dickes Fell – aber irgendwo ist auch mal Schluss mit lustig! Denn mir schwillt echt der Kamm, wenn ich höre, wie manche von euch mit uns umgehen.

Beispiel gefällig? Bitte sehr: Da gibt es diesen Typen aus Honduras. Okay, der Kerl ist Single, und als solcher hat man es nicht leicht. Aber muss man dann gleich zur Flasche greifen? In eine eben solche stopfte der Knallkopf sein bestes Stück geblendet von hirnlosen Geilheit nämlich. Aber Achtung: Ein Penis ist kein Dschinn! Und was passiert, wenn man etwas abschnürt? Genau, es schwillt an! Ihr ahnt es schon: Mein südamerikanischer Leidensgenosse blieb stecken und sollte ganze vier Tage in seinem gläsernen Gefängnis dahinsiechen.

Denn dem feinen Herrn war es natürlich viel zu peinlich, zum Arzt zu gehen. Wie unsere Sklavenhalter ja nun mal so sind in ihrer sexuellen Scheinheiligkeit. Führt uns nur Gassi, wenn ihr grade mal Lust habt, aber kaum sind andere Leute dabei, sperrt ihr uns weg, als würdet ihr euch unserer schämen. Aber weiter im Text …

Nach besagten vier Tagen war der Schmerz so unerträglich geworden, dass der 50-Jährige – man sollte meinen, in einem solche Alter weiß man, wie man mit seinem Schwanz umgehen muss – es dann doch endlich für nötig hielt ein Krankenhaus aufzusuchen. Doch sein Pene, wie man meinesgleichen auf Spanisch nennt, war mittlerweile schwarz angelaufen. Für ihn kam jede Rettung zu spät! Die Ärzte mussten den Schlegel, der die Glocke der Lust so lange und so tapfer gebimmelt hatte, amputieren. Was für ein unwürdiges Ende…

Bruder, du bist jetzt endlich frei!

Bitter was?! Da merkt man erst, dass wir nicht so selbstverständlich sind, wie ihr immer glaubt. Der Kerl wird nie wieder Sex haben und pinkelt jetzt wie eine Frau. Glückwunsch! Und wenn ihr schon nicht auf uns hört, dann doch wenigstens auf den Arzt, der warnt:
„Wenn Sie Ihren Penis in eine Flasche stecken, werden dabei die Blutgefäße verengt und Sie können ihn innerhalb von vier Stunden verlieren.“

Also Jungs, lasst den Scheiß, wenn ihr keinen Bock auf tote Hose habt. Behandelt uns anständig und wir werden für euch einstehen! Wir müssen eine Menge Mist aushalten und das tun wir auch gerne, aber wenn ihr uns hängenlasst, machen wir das gleich mit euch. Bedenkt: Wir sind euer bestes Stück, also tut auch alles, um das Beste aus uns herauszuholen!

Puh, das war nötig! Endlich mal ein bisschen Luft gemacht und so. Dabei gäbe es noch so viel zu sagen. Man denke nur an die ganzen armen Vaginas. Was die alles einstecken müssen, geht auch auf keine Jungfernhaut …

Quelle: virtualnights.com