Wer von seinen Eltern Romeo genannt wurde, der hat es in Kindheitstagen sicherlich nicht leicht. Und auch als Erwachsener hat man wohl mit so manchem Klischee zu kämpfen. Interessant wird es aber, wenn man den Erwartungen entspricht. Wie ein 46-Jähriger in Italien feststellen musste, bringt dies in der modernen Welt jedoch gewisse Probleme mit sich.

Denn Romeo ist ein recht begabter Stecher. So begabt, dass seine Gespielinnen diese Tatsache regelmäßig lauthals mit den Nachbarn teilen. Diese finden das allerdings nicht ganz so lustig und beschwerten sich bereits mehrfach, so dass ein Richter anordnen musste, beim Sex in Zukunft doch bitte etwas leiser zu Werke zu gehen.

Nun konnte oder wollte Romeo darauf nicht reagieren, so dass weiterhin laut vor sich hin gestöhnt wurde. Also schlossen sich zwölf Nachbarn zusammen und zogen offiziell vor Gericht. Man fühle sich terrorisiert, die Liebesakte zögen sich über eine Stunde hin und der dabei verursachte Lärm fühle sich wie Stalking an, so die Klage der Geschädigten.

Und tatsächlich: Das Gericht verdonnerte Romeo zu satten sechs Monaten Haft!
Dieser verstand natürlich die Welt nicht mehr. Nun werde er bestraft, weil er zu gut im Bett sei, und Lärm und Stalking seien auch nicht unbedingt gleichzusetzen. Wer weiß, vielleicht wohnte der Richter in der Nähe, denn es half alles nichts.

Ob Romeo, wenn er nach einem halben Jahr ohne Frauen hinter Gittern wieder in die Freiheit entlassen wird, sein Liebesleben einschränkt, wagen wir jedoch zu bezweifeln. Aber eine gewisse Tragik bleibt bei so einem Vornamen ja nun mal nicht aus, womit wir wieder bei den Klischees wären.