Zu den wohl prominentesten Klischees in Sachen Sex gehört, dass Männer nach vollbrachter Heldentat dazu neigen, sich auf die Seite zu drehen und sofort einzuschlafen. Da Frauen – einem weiteren Klischee zufolge – nach dem Akt aber ein immenses Bedürfnis nach Zuneigung verspüren, fährt stets ein gewisses Konfliktpotential im Windschatten des Geschlechtsverkehrs. Solange das so bleibt, ist das auch noch kein Problem. Aber wie Frauen ja nun mal so sind (Klischee Nummer Drei), lassen sie Probleme gerne mal überholen, die ein Mann am Steuer nie und nimmer an sich herangelassen hätte (Nummer Vier).

Verehrter Frauen, lasst euch gesagt sein: Wenn ein Mann direkt nach dem Sex einnickt, gibt es keinen Grund, enttäuscht oder gar sauer zu sein. Denn es hat weder etwas damit zu tun, dass er das Interesse an euch verloren hätte, noch kann er überhaupt etwas dafür. Schuld daran ist nämlich ein Hormoncocktail, der traditionell nach einer guten Nummer gereicht wird.

Während und nach dem Höhepunkt schüttet der männliche Körper unter anderem Oxytocin, Endorphine und γ-Aminobuttersäure aus. Ersteres vermindert Stress und Ängste, Endorphine haben eine stark beruhigende Wirkung, der letztgenannte Kandidat versetzt uns in einen angenehmen Dämmerzustand.

Ihr seht also, dass ein Mann nach einer erfolgreichen Nummer von seinen Hormonen förmlich betäubt wird. Angesichts dessen ist es wohl eher ein Grund zur Sorge, wenn ein Kerl nach dem Sex eben nicht schläfrig wird. Aber wir wollen hier nicht noch mehr Klischees in die Welt setzen, denn an solchen mangelt es in dieser fürwahr nicht.

Quelle: focus.de