Kaum ein Thema wird in unseren politisch bewegten Zeiten in den USA gerade heftiger diskutiert, als das Thema „Netzneutralität“: Dort haben sich einige der größten Konzerne und Provider dazu entschlossen, eben dieser Netzneutralität den Hahn abzudrehen und sie abzuschaffen – für die Pornobranche, oder besser gesagt ihre Nutzer, ein herber Schlag: Denn so könnte es in naher Zukunft keine Gratis-Pornos mehr im Netz mehr geben.

Der Porno-Plattformgigant „Pornhub“ hatte auf Twitter schon die passende Antwort auf die politische Entscheidung parat, die an Sarkasmus kaum zu überbieten ist: „Drei reiche Männer fi***** alle Amerikaner. Bald zu sehen auf Pornhub.“, tönte das Unternehmen. Mit dem Kommentar spielt man darauf an, dass bei der Abschaffung nur zwei Gegenstimmen, aber drei Dafür-Haltungen verzeichnet wurden. Die drei großen US-Internet-Provider AT&T, Verizon und Comcast frohlocken hingegen.

Sie können nun ihre Dienste frei beeinflussen und für verschiedene Nutzertypen verschiedene kostenpflichtige Sonderangebote aus einst inklusiven Services machen: Wer etwa gerne viel Streams oder YouTube guckt oder gerne Videospiele spielt, dürfte dort in Zukunft für einen Sondertarif zusätzlich zu seinen normalen monatlichen Grundkosten berappen dürfen – weil so etwas weitaus mehr Bandbreite schluckt als ein normaler Webseiten-Besuch, um etwa einen Artikel auf Wikipedia zu lesen.

Die Alternative: Große Unternehmen wie Facebook, Google, Amazon, Netflix sowie die Vertreter der Porno-Plattformen bezahlen den Internetprovidern mehr Geld und legen diese zusätzlichen Kosten ansonsten auf ihre Nutzer um. Das könnte das Ende für kostenlose Pornos im Netz bedeuten.

Quelle: tag24.de