Die fetten Jahre sind nun wohl endgültig vorbei! Denn letzten Endes haben sich tatsächlich diverse Elterninitiativen und ein Verbund von Politikern aus verschiedenen Parteien durchgesetzt, um endlich dem unbegrenzten Zugang zu den ach-so-bösen Pornos im Internet einen Riegel vorzuschieben.

Verbannen kann oder wollte man Youporn und Co. dann aber wohl doch nicht, denn das neue Gesetz sieht kein Verbot, sondern ein verbindliches Bezahlmodell vor. Während man in England über seinen Internetprovider den Zugang zu Pornos lediglich freischalten lassen muss (mann.tv berichtete), werden in Deutschland zukünftig die Betreiber der entsprechenden Portale in die Pflicht genommen, die Volljährigkeit ihrer User zu kontrollieren. Und zwar über Abos, die nur für Erwachsene zu haben sind. Offenbar sind besagte Herrschaften der Meinung, dass man es mit Hand in der Hose zum Portemonnaie nicht mehr weit hat.

„Im Printbereich sind Abonnements seit Ewigkeiten Standard. Pay-TV-Sender wie Sky oder Onlinevideotheken im Stile von Maxdome machen auch nichts anderes. Wer also unbedingt unbegrenzt Zugang zu erotischen Filmen haben möchte, sollte auch bereit sein, dafür zu zahlen“, erläutert Sybille Schütèl, Vorsitzende der Interessengemeinschaft ‚Kontrolle unsittlicher Medien‘ (KUM).

„Zudem lässt sich die Qualität der angebotenen Filme über diese zusätzlichen Einnahmen deutlich verbessern, und an den Geschmack des Publikums anpassen. Auch die bisher problematische Kranken- und Rentenversicherung ist für die Darsteller zukünftig sichergestellt.“

Obwohl das Gesetz per Ad-hoc-Abstimmung bereits ab Juli bindend ist, war den Betreibern von xhamster, Youporn oder anderen einschlägigen Anbietern noch kein konkreter Preis zu entlocken. Wer weiß, vielleicht läuft es wie auf dem Kiez: Blowjobs für nen Fuffi, das ganze Programm für 200 und ohne Kondom kostet extra.

Wir halten euch jedenfalls auf dem Laufenden.