Das Internet ist eine wahre Fundgrube, wenn es um Pornovideos geht. Die Schmuddelfilmchen bannen aber nicht nur Erwachsene vor den Monitor. Selbst Kinder unter 12 Jahren sammeln ihre ersten Sex-Erfahrungen durch Pornoclips im Netz, wie eine Studie des britischen TV-Senders BBC Three ergab.

Der Sender hat über mögliche Negativauswirkungen von Internet-Pornografie auf das Sexualverhalten Heranwachsender recherchiert und eine Umfrage mit über 1.000 Teilnehmern zwischen 16 und 21 Jahren gestartet. Die Ergebnisse sind besorgniserregend: Während 60 Prozent der Befragten spätestens mit 14 zum ersten Mal mit Pornovideos in Berührung kommt, gucken auch schon die Kleinen fleißig Sexfilme – ein Viertel der Befragten ist 12 oder jünger.

In England keimt derweil die Befürchtung auf, das Konsumverhalten der Kinder könne ihr späteres Sexualverhalten negativ beeinflussen: „Ich mache mir Sorgen um die nächste Generation von Männern, deren erste Begegnung mit Sex das ist, was sie auf ihrem Laptop sehen“, sagt eine BBC-Moderatorin auf der Internetseite des Senders. Immerhin glaubt fast jeder dritte Studienteilnehmer, dass Frauen in der Wahrnehmung junger Männer durch den Konsum von Onlinepornos zu reinen Sexobjekten reduziert werden könnten.