Hunderte Männer stürmen eine Hotel-Lobby und legen den kompletten Betrieb lahm – was wie ein Szenario aus einem Actionstreifen klingt, hat sich in China tatsächlich unlängst so ereignet. Der Grund: Eine junge Frau hatte im Internet angegeben, sie stünde für Gratis-Sex zur Verfügung. Daraufhin war eine regelrechte Horde Männer zu dem Hotel aufgebrochen – die 19-Jährige hatte ihre Zimmernummer veröffentlicht und gerüchteweise online mehrere Tausend „Interessenten“ angelockt … Das nun folgende Video zeigt euch, auf welche Weise die junge Dame so viele Männer „mobilisierte“…

Klar, dass angesichts einer solchen Entwicklung insbesondere die Behörden der südchinesischen Provinz Hainan wenig „amused“ waren. Die junge Dame, die unter dem Nutzernamen „Qianjin Yeye“ als Bloggerin tätig war, handelte sich auch direkt einen Besuch hinter schwedischen Gardinen ein. Der Vorwurf: Prostitution sowie die Störung des Hotelbetriebs des Hilton in der Haytang Bay. 15 Tage Haft hat der 19-Jährigen ihr kleiner „Spaß“, wie sie die Sache selbst bezeichnete, eingebracht.

Mit einer Strafzahlung von umgerechnet 64 Euro kam sie ansonsten extrem glimpflich davon – sieht man einmal davon ab, dass all ihre Konten in den sozialen Netzwerken gelöscht wurden. Doch wie war es dazu gekommen? „Qianjin Yeye“ hatte in dem Luxushotel das Zimmer mit der Nummer 6316 bezogen und in dem Netzwerk „WeChat“ sowie Chinas Twitter-Äquivalent „Sina Weibo“ die folgenschweren Worte „Kommt und holt mich … Gratis-Sex … 6316“ veröffentlicht. Weil ihr das noch nicht reichte, haute sie zudem noch die genaue Adresse des Hotels per Geotagging sowie ein kurzes Video raus, in dem sie sich in Unterwäsche präsentierte.

3000 Leute waren „interessiert“

Wenig überraschend ging das Posting der 19-Jährigen viral, etliche Männer fühlten sich von dem Angebot aufgefordert und nahmen es ernst. Gerüchte sprechen von bis zu 3000 Männern, aber auch Frauen, die der Dame ihren angeblichen Wunsch erfüllen wollten. Wer sich nicht für Sex auf den Weg zum Hotel machte, bombardierte zumindest die Rezeption und die Mitarbeiter des Luxusschuppens mit Telefonanrufen und Fragen zu der jungen Frau in 6316. Klar, dass den Betreibern und Angestellten des Hilton irgendwann die Hutschnur riss und diese die Ordnungskräfte verständigten.

Zu diesem Zeitpunkt war die Bloggerin jedoch bereits abgehauen. Nur eine letzte Nachricht hatte sie noch hinterlassen, ihren Aufruf nicht weiter zu verbreiten oder zu teilen, da es sich nur um einen „Spaß“ gehandelt habe. Der Polizei reichte so etwas naturgemäß nicht, sie fahndete nach der Frau, spürten sie in einem anderen Hotel auf und nahm die Dame fest…