Heute wieder für euch: Studienergebnisse für ein besseres Leben. Denn auch wenn es wichtig ist, kneifen viele Kerle verständlicherweise die Arschbacken zusammen, sobald die Frau verlangt, dass wir zwecks Prostata-Vorsorgeuntersuchung zum Arzt gehen. Besteht sie trotz eurer Einwände dennoch darauf, konfrontiert sie am besten einfach damit, dass es ein für alle sehr viel angenehmeres Mittel zur Prävention gibt: Sex!

Das behaupten zumindest Mediziner der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston. Diese haben nämlich im Zuge einer großangelegten Studie über einen Zeitraum von 18 Jahren etwa 32.000 Männer in medizinischer und sexueller Hinsicht beobachtet. Klingt irgendwie schräg, förderte aber zutage, dass bei Männern, die ab dem 20. Lebensjahr mindestens 21-mal im Monat ejakulierten, das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 19 Prozent geringer war, als bei Männern, die nicht mehr als siebenmal zum Abschuss kommen. Männer, die im Alter von über vierzig Jahren häufiger ejakulierten, senkten die Wahrscheinlichkeit sogar um 22 Prozent. Die Hauptautorin der Studie, Jennifer Rider, fasst zusammen:

„Unsere Studie deutet darauf hin, dass die Ejakulation und häufigere sexuelle Aktivität im Erwachsenenalter eine positive Strategie zur Verringerung des Risikos von Prostatakrebs sein könnten.“

Gleichzeitig schränken die Wissenschaftler ihre Ergebnisse aber ein, basieren die Daten doch letztlich auf den Erinnerungen der Probanden. Von daher sei nicht zweifelsfrei festzustellen, ob die Teilnehmer auch wirklich ihren Angaben entsprechend ejakuliert haben. Aber wenn man bedenkt, wie gerne wir Männer in Sachen Sex lügen, ist es eigentlich schon erstaunlich, dass das Ergebnis der Studie nicht lautet: Alle Männer haben zwölfmal am Tag Sex! Insofern halten wir das Ergebnis durchaus für glaubwürdig.