Ob es Gerechtigkeit nun gibt oder nicht, ist letztlich immer eine Frage der eigenen Position in einem Rechtsstreit. Ein Herr aus München, der über Jahre hinweg drei- bis viermal die Woche gut fünf Stunden auf einer Sexschaukel Spaß gehabt hatte, findet das Urteil des Amtsgerichtes München sicherlich ungerecht!

Ganz im Gegensatz zu seinen Nachbarn, die bereits seit Dezember 2012 unter den Trieben ihres potenten Mitbewohners zu leiden hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatte er nämlich eine alte Kettenschaukel in seiner Wohnung aufgehängt, die er recht regelmäßig zwischen 22.00 und 3.00 Uhr morgens in Betrieb nahm. Die Folge war quietschender Lärm, gepaart mit den lauten Geräuschen durch Fallenlassen und Schieben von Gegenständen. So etwas kann man ja mal tolerieren, aber andauernd!?

Also beschwerten sich die Nachbarn, woraufhin der Mann von der Vermieterin abgemahnt wurde. Diese akustische Kastration wollte der Herr nicht hinnehmen und schaukelte fröhlich weiter, sodass die Nummer letztlich vor Gericht landete.

Das rechtskräftige Urteil: Der Mann muss seine Wohnung räumen!
Nächtliche Lärmbelästigungen durch „sexuelle, sportliche und quietschende Geräusche“ entsprächen weder dem normalen Mietgebrauch noch seien sie sozialadäquat. Sie müssten weder von den anderen Mietern noch von der Vermieterin hingenommen werden.

Na, dann wünschen wie den verbliebenen Hausbewohnern, dass der nächste Nachbar keine Rutsche installiert – und dem Schaukelfan eine neue Bude im Erdgeschoss.