Andere Länder, andere Sitten. Oder glaubt ihr, in Deutschland würde sich ein Mann gleich nach den Flitterwochen wieder schieden lassen wollen, weil er während dieser nicht zum Stich kam? Wohl kaum. In Indien jedoch musste sich ein Gericht mit genau so einem Fall befassen.

Die Argumentation des Klägers: Die Frau versagte bei einer essentiellen Pflicht im Eheleben und bereite ihm enorme mentale Qualen. Außerdem sei es nicht okay, dass sie an drei Tagen in T-Shirt und Hosen zur Arbeit gegangen ist.

Tatsächlich führte dies vor einem Familiengericht zunächst zur Scheidung. Das passte der Frau wiederum nicht – es müsste ja mittlerweile allen klar sein, was für eine bösartige Person das ist – und der Fall ging eine Instanz höher. Ihr Anwalt führte nun an, dass es nach den Flitterwochen keinen Grund mehr zur Beschwerde gegeben hätte, und gewann damit.

Das Urteil des Richters: „Das Eheleben sollte als Ganzes bewertet werden, und ein paar einzelne Vorfälle in einem längeren Zeitraum kommen noch keiner Grausamkeit gleich.“

Zwar ist somit offiziell kein Scheidungsgrund mehr gegeben, doch wir wagen zu bezweifeln, dass die beiden nun ein glücklicheres Eheleben genießen können.

Quelle: BerlinerKurier