Als 'Pimmeln' bezeichnet man umgangssprachlich einen Vorgang, bei dem der Mann mit seinem Gemächt das Gesicht der Partnerin traktiert. Dieser neckisch gemeinte Akt basiert üblicherweise auf gegenseitigem Einvernehmen, handelt es sich dabei doch um eine etwas speziellere Praktik. Was allerdings passieren kann, wenn man vorher nicht fragt, zeigt ein Fall aus Großbritannien.

Der 21-jährige John Luke Dale war im Suff nämlich der Meinung, dass es besonders lustig sei, auf einer Party seine Boxershorts herunterzuziehen, um einer nichtsahnenden schlafenden Frau seinen Union Jack ins Gesicht zu halten und damit ihre Wange zu tätscheln. Klar, dass ein Kumpel die Aktion mit dem Handy filmte, und wie es ja nun mal so ist, wusste bald jeder Bescheid.

So erfuhr natürlich auch das Opfer von der Aktion und war verständlicherweise wenig erfreut. Die Frau fühlte sich in der Tat wie vergewaltigt und ging direkt zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. Die Sache kam vor Gericht und tatsächlich wurde der Scherzbold wegen sexueller Nötigung zu neun Monaten Haft verdonnert. Versuche, beim Berufungsgericht eine mildere Strafe zu erwirken, blieben erfolglos.

Kein Wunder, wenn der Anwalt von John lediglich vorbringen kann, dass es sich um eine dumme Idee im Vollrausch gehandelt habe. „Es war extrem widerlich. Trotzdem hatte die Tat keine sexuellen Motive.“ Etwas dünn, die Argumentationskette.

Wir denken, dass diese Strafe ein wichtiges Zeichen setzt, da eine solche Nummer natürlich so gar nicht geht, fragen uns aber, ob wir nun nachträglich für all die Fürze ins Gesicht zu Schulzeiten belangt werden können. Hoffentlich nicht, ist nämlich 'ne lange Liste …