Man kennt es: Die Beziehung ist mau und es fehlt einfach die Spannung. Da kommt es gerade recht, wenn man die Videokamera auspackt und einfach mal einen Porno dreht oder erotische Fotos der Freundin aufnimmt. Was passiert nun eigentlich im Falle einer Trennung? Darf man Fotos der oder des Verflossenen auf der Festplatte behalten? Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem Fall nun mit „Nein“ befunden.

Es ist absolut in Ordnung, Fotos vom Expartner zu besitzen, allerdings keine anzüglichen Fotos, da die Gefahr groß ist, dass diese ihren Weg ins Internet finden. Das Urteil scheint allgemeingültig zu sein. Die Einwilligung von intimen Aufnahmen sei zeitlich nur auf die Dauer der Beziehung beschränkt, gaben die Richter an. Die Einwilligung kann nämlich widerrufen werden, da das Persönlichkeitsrecht des Partners schwerer wiegt als das Eigentumsrecht des Fotografen.

Rechtskräftig ist das Urteil aber noch lange nicht, also müssen wir uns keine Sorgen um die Aufnahmen unserer vielen Liebschaften machen. Aber dies könnte sich in Bälde ändern.